
Der Mutterpass | my junior® Kinderwagen
Alles, was Du über den Mutterpass wissen musst.
Du bist schwanger und auf der Suche nach dem richtigen Kinderwagen für Dich und Dein Glück? Vom modernen Alleskönner bis zum Retro-Kinderwagen. In unserer Kinderwagen-Übersicht erhältst Du alle wichtigen Informationen auf einen Blick.
Der Mutterpass ist weit mehr als nur ein Dokument – er begleitet Dich auf der aufregenden Reise durch Deine Schwangerschaft. Er hält alle wichtigen Informationen zu Deiner Gesundheit und der Deines Babys fest, dient als Leitfaden für die nächsten Monate und gibt Dir Sicherheit, stets gut informiert zu sein.
Doch was bedeuten die vielen Fachbegriffe? Welche Einträge sind besonders wichtig? Dieser Ratgeber hilft Dir, den Mutterpass besser zu verstehen, damit Du jederzeit den Überblick behältst. Mit leicht verständlichen Erklärungen, praktischen Tipps und liebevollen Ratschlägen möchten wir Dir zur Seite stehen, damit Du die Schwangerschaft entspannt und voller Vorfreude genießen kannst.
Welche Informationen findest Du im Mutterpass?
Der Mutterpass begleitet Dich während Deiner Schwangerschaft und enthält alle wichtigen Informationen rund um Deine Gesundheit und die Deines Babys. Von den ersten Vorsorgeuntersuchungen über Bluttests bis hin zu Ultraschall-Ergebnissen – der Mutterpass dokumentiert den gesamten Verlauf der Schwangerschaft und dient als Informationsquelle für Dich und Dein medizinisches Team. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung solltest Du ihn dabei haben, damit alle Ergebnisse vermerkt werden können.
Warum ist der Mutterpass so wichtig für Deine Schwangerschaft?
In Deutschland ist der Mutterpass ein rechtlich anerkanntes Dokument (zur Verfügung gestellt vom G-BA), das Dir nach der Bestätigung Deiner Schwangerschaft von Deinem Gynäkologen oder Deiner Gynäkologin ausgestellt wird. Bitte beachte, dass die Ausstellung Deines Passes auch zu einem späteren Zeitpunkt Deiner Schwangerschaft stattfinden kann - individuell abhängig von Deinem Gynäkologen/ Deiner Gynäkologin. In jedem Fall sollte die Ausstellung spätestens bis zur 12. SSW stattfinden.
Er hilft Ärzten/Ärztinnen und Hebammen, den Verlauf der Schwangerschaft besser nachzuvollziehen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Auch für Dich bietet er einen guten Überblick über Deine Schwangerschaft und ermöglicht Dir, die Entwicklung Deines Babys zu verfolgen.
Was wird im Mutterpass dokumentiert?
Im Mutterpass werden sämtliche Informationen zum Verlauf Deiner Schwangerschaft festgehalten. Dazu gehören Deine persönlichen Daten, Angaben zu Deinem Gesundheitszustand sowie alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen. Diese umfassen Ultraschalluntersuchungen, Bluttests und spezielle Tests auf mögliche Infektionen. Sollte es zu Komplikationen kommen oder Du unterwegs medizinische Hilfe benötigen, kann das medizinische Personal anhand des Mutterpasses sofort auf die relevanten Informationen zugreifen. Damit wird eine schnelle und gezielte Betreuung sichergestellt, was für Dich und Dein Kind lebensrettend sein kann
Mutterpass Seite 1: Persönliche Angaben und Arztstempel
Auf der ersten Seite des Mutterpasses sind Deine Hebamme, Arztpraxis oder Klinik mit Stempel und Kontaktdaten eingetragen, die die Betreuung übernehmen. Diese Informationen helfen im Notfall, den behandelnden Arzt/ die behandelnde Ärztin schnell zu identifizieren. Außerdem können hier die Termine für die nächsten Untersuchungen eingetragen werden.
Mutterpass Seite 2-3: Laboruntersuchungen
Hier ist Platz für Deine eigenen Kontaktdaten und verschiedene andere Angaben zu deiner Person. Außerdem wird auf der zweiten Seite eingetragen welche Blutgruppe Du hast. Das ist wichtig, falls Blutkonserven verabreicht werden müssen.
Während Deiner Schwangerschaft wirst Du beim Frauenarzt bzw. bei der Frauenärztin häufig Urinproben abgeben müssen. Auf der dritten Seite des Mutterpasses werden dann die Ergebnisse des Urintests eingetragen. Beispielsweise wird Dein Urin gleich am Anfang der Schwangerschaft auf Chlamydien untersucht. Sollte bei Dir eine Chlamydieninfektion vorliegen, musst Du Antibiotikum einnehmen. Denn Chlamydien erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt.
Ebenfalls auf Seite 3 Deines Mutterpasses findest du den LSR Test. LSR ist die Abkürzung für Lues-Such-Reaktion. Lues bzw. Syphilis kommt heutzutage nur noch extrem selten vor. Der Test ist aber wichtig, weil eine Infektion schwere Komplikationen für Mutter und Kind zur Folge haben kann. Im Mutterpass wird nicht das Ergebnis des Tests eingetragen, nur dass er durchgeführt wurde.
Auch das Ergebnis des HIV-Tests wird im Mutterpass nicht eingetragen, nur die Durchführung. Der HIV Test wird allen Schwangeren empfohlen, ist aber freiwillig. Vorher findet in der Regel ein Beratungsgespräch statt.
Zwischen der 24. und 27. SSW wird ein Kontrolltest auf irreguläre Antikörper durchgeführt, das Ergebnis wird auch auf Seite 3 eingetragen.
Erst in der 32. SSW wird der Nachweis von HBs-Antigen durchgeführt. Er weist auf eine Hepatitis B-Infektion hin. Solltest Du mit den Erregern der Leberentzündung infiziert sein, wird Dein Kind sofort nach der Geburt geimpft.
In der 36. SSW wird ein Test auf eine B-Streptokokken-Infektion durchgeführt. Ein Test auf Toxoplasmose wird nur bei einem begründeten Verdacht durchgeführt, da eine Erstinfektion in der Schwangerschaft zu Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen kann.
Rhesusfaktor
Es ist wichtig den Rhesusfaktor zu bestimmen, um eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind auszuschließen. Dazu kann es kommen, wenn eine rhesus-negative Mutter ein rhesus-positives Baby erwartet. Kommen das Blut von Mutter und Kind bei der Geburt oder einer Fruchtwasseruntersuchung zusammen, würde das Blut ohne den Rhesusfaktor Antikörper gegen das rhesus-positive Blut des Babys bilden und es bekämpfen. Das ist eher selten, da nur 15 Prozent der Europäer einen negativen Rhesusfaktor haben. Früher war das sehr gefährlich, heute zum Glück nicht mehr. In der Regel werden alle rhesus-negativen Mütter in der 28. SSW vorsorglich mit dem Anti-D-Serum geimpft. So werden keine Antikörper gebildet.
Röteln HAH Test
Auf der zweiten Seite des Mutterpasses findest Du außerdem das Ergebnis des Röteln HAH-Tests. Der Röteln Antikörpertest wird in der Regel nur durchgeführt, wenn Du nicht zweimal gegen Röteln geimpft wurdest. Es wird überprüft, ob Du Antikörper gegen das Röteln-Virus im Blut hast. Denn die Röteln sind zwar eine harmlose Kinderkrankheit, können dem Fötus im Mutterleib aber sehr gefährlich werden. Die meisten Schwangeren hatten die Krankheit bereits oder wurden in der Kindheit geimpft. Ist eine zweimalige Röteln-Impfung dokumentiert, kann auf den Test verzichtet werden. Ist der Test negativ, musst Du Dich unbedingt von Menschen fernhalten, die mit Röteln infiziert sind. Eine Impfung während der Schwangerschaft ist leider nicht mehr möglich.
Mutterpass Seite 4: Frühere Schwangerschaften
Hier wird vermerkt, ob du schonmal schwanger warst. Außerdem werden mögliche Komplikationen bei der Geburt des ersten Kindes vermerkt. Auch Fehlgeburten, Eileiterschwangerschaften oder Frühgeburten werden hier eingetragen. Diese Angaben sind wichtig, um mögliche Risikofaktoren für die aktuelle Schwangerschaft besser einschätzen zu können.
Mutterpass Seite 5-6: Befunde und Risiken
Auf diesen Seiten dokumentiert der Arzt/ die Ärztin oder die Hebamme potenzielle gesundheitliche Risiken und besondere Befunde der Schwangeren. Auch chronische Erkrankungen oder medizinische Vorgeschichten, die die Schwangerschaft beeinflussen könnten, werden hier festgehalten.
Zudem findest Du an dieser Stelle den voraussichtlichen Geburtstermin Deines kleinen Glücks. Du kannst ihn jedoch auch ganz leicht selbst ermitteln: Ziehe einfach vom ersten Tag Deiner letzten Periode drei Monate ab, rechne sieben Tage und ein Jahr dazu und du erhältst Deinen möglichen Entbindungstermin: Erster Tag der letzten Periode – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr.
Auf Seite 6 wird außerdem eingetragen, ob Du rauchst. Auch Besonderheiten wie Schwangerschaftsdiabetis finden hier ihren Platz.
Mutterpass Seite 7-9: Schwangerschaftsverlauf
Diese Seiten erfassen den Verlauf der Schwangerschaft. Angaben zu Gewichtszunahme, Blutdruck, Gebärmutterhöhe und Herztöne des Kindes werden hier regelmäßig aktualisiert. So behalten Ärzte/Ärztinnen und Hebammen den Zustand von Mutter und Kind im Blick.
Das Gravidogramm ist ein Diagramm, in dem die Ergebnisse der verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen eingetragen werden. Es ist quasi eine Liste in der mit Hilfe von vielen Abkürzungen die Entwicklung des Kindes und auch Deine Entwicklung während der Schwangerschaft festgehalten werden. Bestimmt wirken die ganzen Abkürzungen auf den ersten Blick verwirrend für Dich. Nicht immer schafft man es bei jeder Untersuchung daran zu denken alles zu erfragen. Das ist ganz normal, weil jeder Arztbesuch mit Baby im Bauch etwas ganz Besonderes ist und auch super aufregend. Hier findest Du eine Übersicht über die wichtigsten Abkürzungen:
SSW: Schwangerschaftswoche
Fundusstand: Abstand des oberen Gebärmutterrandes (Fundus) und der Schambeinfuge (Symphyse)
Kindslage: hier wird eingetragen, wie dein Kind zum Zeitpunkt der Untersuchung liegt: Schädellage (SL), Querlage (QL), Beckenendlage (BEL)
- Ödeme: Wassereinlagerungen
- Varikosis = Krampfadern
- RR = Blutdruckwert
- Hb (Eryl) = Blutfarbstoff und Anzahl der roten Blutkörperchen zur Feststellung von Blutarmut
- Sediment: Urinuntersuchung
Vaginale Untersuchung: Untersuchung der Scheide
Mutterpass Seite 10-12: Ultraschalluntersuchungen
Hier werden alle Infos Deiner drei großen Ultraschalluntersuchungen festgehalten. Die Krankenkasse übernimmt alle drei. Jede weitere musst Du selber bezahlen. Das erste Screening findet in der 9. bis 12. Woche statt, das zweite Screening sollte in der 19. bis 22. Woche liegen und das dritte in der 29. bis 32. Woche.
Dabei werden die Größe des Babys, die Lage und der Zustand der Plazenta sowie die Fruchtwassermenge festgehalten. Diese Daten helfen, die Entwicklung des Babys genau zu überwachen.
Sollten bei den regulären Ultraschalluntersuchungen Auffälligkeiten festgestellt werden, kann Deine Ärztin oder Dein Arzt hier weitere Untersuchungen empfehlen. Diese Screenings werden dann auch von der Krankenkasse übernommen.
Wichtige Untersuchungen und Tests im Mutterpass
Zu den wichtigsten Tests, die im Mutterpass dokumentiert werden, gehören der Bluttest auf Rhesusfaktor und Blutgruppe, sowie der Test auf Röteln-Antikörper. Diese Untersuchungen helfen, potenzielle Komplikationen zu verhindern, die während der Schwangerschaft auftreten können. Der Mutterpass bietet zudem einen Überblick über den Verlauf der Schwangerschaft, einschließlich Informationen zu Deinem Gewicht, Blutdruck und der Entwicklung des Babys.
Mutterpass Seite 13: Normkurven
Deine Ärztin oder Dein Arzt kann die Werte aus der Ultraschalluntersuchung in die Normkurve eintragen. So kann geschaut werden, wie sich das Baby im Laufe der Zeit entwickelt. Eventuell wird dann auch der errechnete Geburtstermin korrigiert. Folgende Werte werden in die Kurve eingetragen:
SSL: Länge des Kindes vom Scheitel bis zum Steiß
BPD: Querdurchmesser des kindlichen Kopfes
ATD: Querdurchmesser des kindlichen Bauchs
Mutterpass Seite 14: Doppelsonografie
Auf Seite 14 ist Platz für die Ergebnisse weiterer Ultraschalluntersuchungen. Die Dopplersonografie ist so zu sagen ein genaueres CTG. Hier wird die Durchblutung der Gebärmutter und der Blutgefäße des Babys überprüft, sollte Verdacht auf eine Erkrankung oder eine mögliche Fehlbildung bestehen.
Mutterpass Seite 15-16: Zusammenfassung
Auf den letzten zwei Seiten Deines Mutterpasses wird am Ende der Schwangerschaft noch einmal alles zusammengefasst. Hier wird zum Beispiel festgehalten, wie viele Ultraschalluntersuchungen Du wahrgenommen hast.
Hier werden dann auch Angaben zur Geburt Deines Babys gemacht. Notiert werden zum Beispiel der Geburtsverlauf und das Ergebnis des Apgar-Test. Das ist ein Test, der Atmung, Puls, Muskelspannung, Hautfarbe und Auslösbarkeit von Reflexen direkt nach der Geburt bei Deinem Baby festhält.
Am Schluss werden in Deinem Mutterpass noch Informationen zum Wochenbett festgehalten. Also zum Beispiel, ob es hier Komplikationen gab. Sechs bis acht Wochen nach der Entbindung wirst Du dann nochmal beim Frauenarzt bzw. bei Deiner Frauenärztin untersucht.
Wichtige Tipps zum Mutterpass von unserer my junior® Hebamme Sandra
Es ist sehr wichtig, dass Du den Mutterpass immer bei Dir trägst. 9 Monate sind eine lange Zeit, damit nichts an deinen Mutterpass rankommt, empfiehlt unsere my junior® Hebamme Sandra eine Schutzhülle zu besorgen. Wichtig ist, dass diese Hülle abwaschbar ist. Du wirst den Mutterpass mit zum Arzt/zur Ärztin und zu all Deinen anderen Aktivitäten nehmen. Eine abwaschbare Hülle ist deshalb hygienischer als zum Beispiel eine aus Filz.
Häufige Fragen zum Mutterpass
Wann bekomme ich meinen Mutterpass?
Den Mutterpass bekommst Du sobald die Schwangerschaft festgestellt wurde. Das übernimmt Deine Frauenärztin, Dein Frauenarzt oder Deine Hebamme. In der Regel läuft es so ab: Nachdem Du den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hälst, kannst Du bei Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt anrufen und einen Termin vereinbaren. Dann musst Du Dich je nach Fortschritt der Schwangerschaft noch etwas gedulden und um die fünfte Woche herum ist es dann endlich so weit. Der erste Termin beim Frauenarzt steht an und wenn die Schwangerschaft dann offiziell bestätigt wird, bekommst Du Deinen Mutterpass.
Was ist ein Elektronischer Mutterpass?
Seit Anfang 2022 gibt es den Mutterpass auch als elektronische Version (E Mutterpass). Er ist dann Teil der elektronischen Gesundheitskarte. Das ist praktisch, weil man den Mutterpass dann automatisch immer dabei hat. Die meisten Mamas bevorzugen es aber noch etwas in der Hand zu halten. So kann man dem Kind den Mutterpass dann zum Beispiel schenken, wenn es erwachsen ist, oder es ist einfach eine schöne Erinnerung. Wichtig ist aber, dass Du den Mutterpass immer mitnimmst, wenn Du unterwegs bist.
Was steht alles im Mutterpass?
Der Mutterpass enthält viele wichtige Informationen, wie Deinen Gesundheitszustand vor und während der Schwangerschaft, Blutwerte, Ergebnisse von Ultraschalluntersuchungen und Testungen auf Infektionskrankheiten. Auch mögliche Risikofaktoren und der Schwangerschaftsverlauf werden darin dokumentiert.
Muss ich den Mutterpass immer bei mir tragen?
Es ist empfehlenswert, den Mutterpass stets bei sich zu haben, insbesondere bei Arztbesuchen oder im Falle eines Notfalls. So können medizinische Fachkräfte schnell und effektiv auf wichtige Informationen zugreifen.
Was passiert, wenn ich meinen Mutterpass verliere?
Solltest du Deinen Mutterpass verlieren, ist das zunächst kein Grund zur Panik. Dein Arzt oder Deine Ärztin kann einen neuen Pass ausstellen, wobei alle bisherigen Untersuchungen aus den Krankenakten nachgetragen werden. ,Dennoch sollte man gut auf ihn aufpassen.
Wofür ist der Mutterpass nach der Geburt noch wichtig?
Auch nach der Geburt kann der Mutterpass noch von Bedeutung sein, vor allem bei Rückfragen zur Schwangerschaft oder wenn du in Zukunft ein weiteres Kind planst. Ärzte/ Ärztinnen können dadurch auf relevante Informationen zurückgreifen.
Ist der Mutterpass in anderen Ländern gültig?
In einigen Ländern wird der deutsche Mutterpass anerkannt, in vielen anderen jedoch nicht. Es ist wichtig, dass Du im Ausland immer die wichtigsten Informationen in englischer Sprache mit Dir führst. Einige Länder haben eigene Formulare, die Du ausfüllen musst.
Kann ich meinen Mutterpass selbst führen?
Es ist nicht üblich, dass Schwangere selbst Eintragungen im Mutterpass vornehmen. Die Eintragungen werden von den Ärzten, Hebammen und medizinischen Fachkräften gemacht.